Leitbild der Grundschule Hagelstadt

 

Soziales Miteinander

 

Eine Säule unserer Schule ist das soziale Miteinander. Die Grundschule Hagelstadt soll eine Schule sein, an der sich alle Schüler, Eltern und Lehrer wohlfühlen. Damit Gemeinschaft funktioniert, muss es Regeln geben, an die sich alle halten.

Um ein gutes Miteinander zu ermöglichen, wurden Pausenregeln erarbeitet, die den Kindern in einer Projektwoche „Hand in Hand“ im Schuljahr 2014/15 nahegebracht wurden. Durch Rollenspiele, Phantasiereisen und das Basteln einer „Stopphand“ wurde im ersten Schritt den Kindern der richtige Umgang miteinander veranschaulicht und Hilfe bei der Formulierung von „Ich-Botschaften“ angeboten. Die Geschichte von „Elo, dem Elefanten, der sich immer rot ärgerte“ zeigte den Kindern, wie wichtig es ist, sich manchmal eine „dicke Haut“ zuzulegen. „Cool bleiben“ als Motto hilft auf kindgerechte Art und Weise den Schülern bei Hänseleien. So kann der eine oder andere Streit bereits im Keim erstickt werden. Am Anfang jeden Schuljahres werden die Regeln für alle Kinder wiederholt. Die „älteren“ Schüler können ihre Regeln an die „jüngeren“ weitergeben.

Im Schuljahr 2016/17 erarbeiteten wir mit allen Kindern die Giraffensprache.

In den Klassen 1/2 werden immer Lernpaten für die Schulanfänger ausgewählt. So gelingt das Lernen miteinander von Beginn an. In den Klassen 3/4 gibt es den sogenannten „Verabredungskalender“. So arbeiten zu bestimmten Phasen Dritt- und Viertklässler zusammen.

 

Förderung selbstgesteuertes Lernen

Die wichtigste Aufgabe von Schule ist es, die Bedürfnisse aller Schüler gleich zu erfüllen und sie in ihrer Entwicklung voranzubringen.

Durch verschiedene Methoden und Angebote soll den Kindern selbstgesteuertes Lernen ermöglicht werden. Deshalb wurden mittlerweile 16 iPads angeschafft. Außerdem erfolgte eine Erweiterung der schulinternen Bücherei im Bereich der Sachbücher.

Der Unterricht an unserer Schule ist geprägt von offenen Unterrichtsformen. In den Klassenzimmern stehen viele Materialien, die zum selbstgesteuerten Lernen anregen. Unter Anderem wurden in den letzten drei Jahren einige Montessori –Materialien angeschafft, durch die die Kinder vor allem in offenen Unterrichtsphasen Inhalte selbst erarbeiten und einüben können. Die Schüler arbeiten am Morgen selbstständig an ihren Aufgaben im Wochenplan. Wenn nötig stehen geeignete Hilfsmaterialen bereit. So steht die Lehrkraft als Beobachter und Helfer des Unterrichts zur Verfügung. Außerdem werden alternative Leistungsbewertungen durch Gestaltung von Lernplakaten, Erstellung von Portfolios und Referaten durchgeführt. In diesem Rahmen sollen sich die Schüler auch eigenständig Informationen und Ideen einholen.

Offen gehaltene Aufgabenstellungen holen die Kinder dort ab, wo sie gerade stehen. So wird allen Schülern ermöglicht auf ihrem Kompetenzniveau zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

Eine Arbeitsgrundlage ist unser Lernkreis, der von Prof.Heidrun Störer von der Universität Regensburg entwickelt wurde.

Damit unseren Schülern der 3. und 4. Klasse die Reflexion über ihre Arbeit im Wochenplan leichter fällt, hat Frau Jutta Jentsch einen Wochenplan-Fächer entworfen. Er gibt Tipps zur Zeiteinteilung, Arbeitsplatzwahl usw.

Die Kinder wählen sich einen oder zwei Tipps aus, auf den bzw. die sie in der Woche achten möchten und tragen sie in ihren Wochenplan ein.

 

Offenheit für Veränderungen

Durch wechselnde Schülerzahlen war es zunächst ein „Zwang“ jahrgangsstufenkombiniert zu unterrichten. Durch die Erfahrungen in den letzten Jahren hat sich ein Umdenken entwickelt. Die Kinder lernten voneinander und miteinander. Dies möchten wir allen Kindern ermöglichen. Auch unsere Eltern sehen die Altersmischung als Chance für ihre Kinder sehen und nicht als notwendiges Übel. Unser Team ist offen für zeitgemäße Veränderungen im Bereich alternativer Unterrichtsformen und der Arbeit mit modernen Medien (siehe auch Medienerziehung).

Die bereits praktizierten offenen Unterrichtsformen sollen mit Hilfe von Fortbildungen in den Bereichen kooperative Methoden und Gestaltung von Lernumgebungen erweitert werden. Ziel ist es, einen Methodenkatalog für unsere Schule zur erstellen, den alle Lehrer verwenden. Außerdem werden neue Lehrwerke auf „jahrgangsübergreifendes Arbeiten“ hin ausgewählt. Bereits jetzt werden vermehrt die „Türen“ geöffnet: Hospitationen werden angeboten und genutzt.

Seit letztem Schuljahr beginnen montags alle Schüler die Woche gemeinsam mit einem Lied und dem „Thema der Woche“. Diese Themen sind entweder im Bereich des sozialen Lernens (siehe eigener Bereich) angesiedelt oder jahreszeitlich bzw. themenbestimmt. Außerdem fand vor kurzem ein Projekttag „Kunst“ statt, bei dem alle Jahrgangsstufen gemischt gemalt und gebastelt haben.

 

Übergänge bewältigen

Die Gestaltung von Übergängen in der Grundschule wird im Rahmen der Zunahme der Heterogenität der Schüler  – nicht nur in der Schuleingangsphase – immer wichtiger.

Altersmischung als Weiterführung vom Kindergarten ermöglicht einen natürlichen Übergang in die Schule.

Seid dem Schuljahr 2014/15 nehmen bei der Schuleinschreibung die Kinder in Gruppen an einem Unterrichtsspiel teil, das bereits offene Unterrichtsformen enthält. So können die Kinder beim individuellen Arbeiten und im sozialen Miteinander beobachtet werden. Im Mai, Juni und Juli werden jedes Jahr weitere altersgemischte Projekte zusammen mit den Vorschulkindern geplant (siehe auch Kooperation Kindergarten).

So fühlen sich die Erstklässler im September rasch zugehörig.

Kinder können durch die Jahrgangsmischung auch in höheren Klassen immer wieder zwischen der Position Partner, Helfer und zu Helfenden wechseln. Dadurch lernen die Kinder voneinander und miteinander. Jedes Kind kann dort abgeholt werden, wo es steht.